Beeramühle
Beeramühle

Geschichte der Beeramühle

 

In den wasserreichen Tälern oder an den Flussläufen befand sich überall, wo Menschen sich angesiedelt haben, 

eine wichtige, ja lebensnotwendige Einrichtung:  eine Mühle.
 

Die Mühlen wurden geschätzt und geschützt vor Freund und Feind und blieben meistens vor Brandschatzungen bewahrt. Deshalb sind sie meist recht alt und gehen oft bis ins Mittelalter zurück.

 

Die Egesheimer Mühle an der Bära war und ist noch heute eine Mahl- und Sägemühle.

Sie reicht zurück bis ins 13. oder gar ins 12. Jahrhundert.
Sie gehörte ursprünglich den „Edlen von Egesheim“.

 

 

Als am 27. September 1412 Wilhelm von Schiltegg die Pfarrei Egesheim an die Propstei Beuron übergab, 

ging auch die Mühle in Egesheim an das Augustiner-Kloster Beuron über.

Bis zum Jahre 1763 war und blieb die Egesheimer Mühle in Besitz des Klosters Beuron.

 

Am 11. Januar 1763 verkaufte Beuron die Sägemühle an die Gemeinde Egesheim.

 

1780 verkaufte die Gemeinde Egesheim an den Inhaber der Mahlmühle, Clemens Steidle.
 

1817 verkaufte Matthäus Steidle, der Sohn von Clemens Steidle, an den Müller Ehrenreich Schneider.

Da der Müller Ehrenreich Schneider keine eigenen Kinder hatte, übergab er die Mühle samt Säge seiner Nichte

Margarete Zimmermann.
Diese Margarete Zimmermann heiratete am 22. Februar 1841 den Müller Jakob Scheerle.
So kam die Familie Scheerle durch die Einheirat in den Besitz der Egesheimer Mahl- und Sägemühle.
Auf Jakob Scheerle folgte Johann Scheerle.

 

Im Jahre 1927 wurde die Sägemühle von der Mahlmühle getrennt.

Die Mahlmühle übernahm Reinhold Scheerle und die Sägemühle Karl Scheerle.

Da Reinhold Scheerle keinen männlichen Erben hatte, kam durch Einheirat der Müller Hubert Schätzle in den Besitz

der Egesheimer Mahlmühle.


Seither befindet sich die Beeramühle Egesheim in Familienbesitz.


 

Bei der großen Naturkatastrophe mit der schwersten Überschwemmung, die Egesheim je erlebt hat, 

wurde die Mühleneinrichtung am 24. Juni 1975 völlig zerstört.

Hubert Schätzle ließ die Mühle daraufhin völlig umbauen und modernisieren.

 

1983 folgte der Einbau eines oberschlächtigen Wasserrades

1988 der Bau eines Lagerhauses

1996 die Anschaffung einer Trocknungsanlage

 

 

Nach dem Tod von Hubert Schätzle übernahm Sohn Reinhold 1997 die Mahlmühle.

 

 

Seit 01. Juli 2007 wird die Beeramühle Egesheim von Claus Reschke, dem Patenkind von Reinhold Schätzle, geführt.
 

(Quelle:  Das Kirchenspiel in Egesheim von Pfarrer und Geistl. Rat Karl Erwin Voith, Egesheim)

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Beeramühle